Don Bosco kommt zu uns! 3.12.2012

Don Bosco heute begegnen?

Am 3. Dezember 2012 ist er am Gymnasium Marianum Buxheim zu Gast

Noch nie hat es etwas Vergleichbares gegeben, dass der Sarkophag bzw. die Statue mit Reliquie eines Heiligen durch fast alle Länder der Welt „pilgert“ und so die Menschen unterschiedlichster Herkunft, Kultur, Sprache und Religion miteinander verbindet. Seit 2009, dem 150. Gründungsjahr der Salesianer Don Boscos, „pilgert“ Don Bosco nun schon durch alle Kontinente und wird es noch bis zum 16. August 2015 tun, seinem 200. Geburtstag.

Kreativ-Wettbewerb: „Don Bosco heute begegnen?“

Mit diesem Erlebnis für die Schüler des Gymnasiums Marianum am Montag 3.12. während der ersten Schulstunde im Theatersaal startet zugleich ein Don Bosco Kreativ-Wettbewerb, dessen Sieger am Don Bosco Schulfest 3.2.2013 prämiert werden. In den Kategorien Literatur (Geschichten, Briefe, Essay, Szenen, …) – Kunst (Bilder, Reliefs, …) – Musik (Lieder, Rapp, Klangcollagen, …) – Medien (Präsentation, Video, Podcast, …) – Liturgie (Gebete, Texte, Meditationen, Fantasiereise, …) und einem Sonderpreis der Jury gibt es neben den Don Bosco Siegermedaillen natürlich auch attraktive Preise, wie Aktionsgutscheine für Freiflug, Klettergarten, SMV-Fahrten oder Gutscheine für eBook, Mediamarkt und Co … Mitmachen lohnt sich! Abgabeschluss der Beiträge ist der 21.1.2013!

Aber Reliquienverehrung? Ökumene? …

Zudem laden wir ganz herzlich öffentlich am Sonntag 02. Dezember 2012 von 16.30 bis 21.00 Uhr zu einer Begegnung mit dem großen Heiligen der Jugend – Johannes Bosco – in der Pfarrkirche St. Peter und Paul Buxheim ein. Eine Übersicht des vielfältigen Programms gibt es auf www.donbosco-buxheim.de!

Die Bronzestatue wurde von dem italienischen Bildhauer Mauro Baldessari eigens für die „Pilgerreise“ geschaffen. Sie zeigt den heiligen Don Bosco, den Freund der Jugend, mit vier Kindern, die bei ihm Zuflucht suchen und ihn um Hilfe bitten, während er sich ihnen liebevoll zuwendet. Die Besonderheit der Statue ist, dass sie in einem versiegelten Zinkbehälter eine Reliquie enthält: die Speiche des rechten Arms Don Boscos.  „Wenn wir unsere Herzen dafür öffnen, kann die Begegnung mit Don Bosco in Form von Statue und Reliquie unsere Liebe zu ihm stärken und damit zugleich auch unsere Liebe zu den jungen Menschen, die uns heute anvertraut sind“, erklärt Pater Reinhard Gesing SDB, Provinzialvikar der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos und Organisator der Wallfahrt, der vor allem auch junge Menschen einladen und ermutigen möchte, Don Bosco im Rahmen der Wallfahrt kennenzulernen. „Gerade ihnen hat Don Bosco auch heute noch viel zu sagen. Denn er hat an die Fähigkeiten und Stärken der jungen Menschen geglaubt. Und ihm war es wichtig, dass junge Menschen selbst für andere junge Menschen Boten des Evangeliums sind“.

Auf www.donbosco-buxheim.de gibt es übrigens noch weitere Angebote für Lehrer, Eltern und Schüler Aktionen, Fahrten und noch mehr von Freundeskreis, Salesianischen Mitarbeitern, Salesianern. Nachschauen lohnt sich!

 

Aus ökumenischer Perspektive

Verschiedentlich wird gefragt, ob eine solche „Wallfahrt einer Heiligenstatue mit Reliquie“ im ökumenischen Zeitalter noch angemessen sei. Und in der Tat sollten solche Fragen nicht leichtfertig übergangen werden. Der Wichtigkeit dieser Frage wegen, die für manchen auch den Zugang zur Wallfahrt der Don-Bosco-Statue erschweren mag, möchte ich einen längeren Textabschnitt aus der Konsensschrift „Communio Sanctorum. Die Kirche als Gemeinschaft der Heiligen“ aus dem Jahre 2000 zitieren. Im Zusammenhang der Heiligenverehrung kommt das Dokument auch auf das Thema Reliquienverehrung zu sprechen. Es gibt hier wichtige Kriterien für die Gestaltung unserer „Wallfahrt“ an die Hand und baut Brücken zwischen den unterschiedlichen konfessionellen Traditionen: „Die Reliquienverehrung ist als eine Form der Heiligenverehrung anzusehen. Sie geht auf die Frühzeit der Kirche zurück. Der zugrundeliegende Gedanke ist die Treue Gottes, die sich zum ganzen Menschen, also auch zu seinem Leib, bekennt. Die Verehrung der Überreste heiliger Menschen ist ihrer innersten Intention nach ein Bekenntnis dazu, daß die ganze Geschichte, auch die des Individuum, bei Gott geborgen ist. Die Reliquienverehrung wurde vor allem im Mittelalter gepflegt, dabei wurden nicht selten die Grenzen gesunder Frömmigkeit überschritten. Im katholischen Raum hat der Reliquienkult auch heute noch seinen Platz. Er findet Ausdruck in dem Brauch, in jedem Altar ein ‚Reliquiengrab‘ anzubringen. Dadurch wird das Glaubenszeugnis der Märtyrer verbunden mit dem lebendigen Zeugnis der Gemeinde, die die Eucharistie feiert (Offb 6,9). Die liebevolle Aufbewahrung von Erinnerungszeichen an Menschen, die wir ehren, begegnet uns auch im evangelischen Bereich. Sofern das ehrende Gedenken und der Dank an Gott dabei leitend sind, wird dagegen nichts eingewendet. Wo aber durch Reliquienverehrung eine Vermittlung der Gnade erwartet würde, gilt heute der gemeinsame Widerspruch.“

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